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  • Wolfgang Bok

Importierte Gewalt, falsche Freunde und eine kraftlose Opposition

In der Kolumne „Nüchtern betrachtet“ geht Dr. Wolfgang Bok den wahren Gründen der neuerlichen Silvester-Krawallen auf den Grund und mit der Union ins Gericht.


Von Dr. Wolfgang Bok


Wenn nun nach den neuerlichen Silvester-Ausschreitungen „verstärkte Integrationsbemühungen“ als Lösungskonzept gefordert werden, heißt das übersetzt: Die Deutschen sind selbst schuld, weil sie zu wenig Willkommenskultur angeboten haben. Nicht die jungen Männer aus dem „westasiatischen Raum“, wie Syrien oder Afghanistan neuerdings verschleiernd genannt werden. Auf die schlichte Idee, derlei gewaltbereite junge Männer erst gar nicht ins Land zu lassen, kommt natürlich niemand. Und wer dies ausspricht, ist ein übler Rassist. Zur Erinnerung: Jeden Monat kommen 10 000 bis 15 000 überwiegend junge Männer aus Kulturkreisen zu uns, von denen zu viele hier schlicht nicht integrierbar sind. Warum ist der arabische Raum so konfliktbeladen, warum entwickelt sich Afghanistan selbst dann nicht, wenn zwanzig Jahre westliche Hilfe vor Ort geboten wird? Und was die Not der Frauen anbelangt, die nun von den Taliban drangsaliert werden: Sind sie nicht die Mütter ihrer Täter? Sind sie nicht die Mütter von Töchtern, denen fast alle Rechte entzogen werden? Von den 145 Festgenommenen in Berlin waren 37 Syrer und 21 Afghanen. Menschen, die hier angeblich Schutz gesucht haben - und nun ihren Schutzgebern den Stinkefinger zeigen. Sie sind übrigens alle wieder frei und müssen nicht fürchten, in ihre Heimat abgeschoben zu werden. Sicher bekommen sie ein individuelles Integrationsprogramm, das die grün-rote Klientel ohne Berufsabschluss nährt. Die ARD erdreistet sich sogar, zu vermelden, dass die „meisten Täter“ (41 von 143!) Deutsche seien. Was bei der Verschleuderung des deutschen Passes ohnehin wenig aussagt. Das ist Vertuschungs-Journalismus mit Zwangsgebühren.

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Am meisten zu leiden unter derlei Nachsichtigkeit haben übrigens jene, in deren Namen man vorgibt zu sprechen: die integrationswilligen, fleißigen und rechtschaffenen Migranten. Sie werden nun in einen Topf geworfen mit derlei Gewalttätern. Und dann wundern wir uns, wenn das Unbehagen gegenüber Ausländern und Asylsuchenden wächst. Mir jedenfalls ist der fleißige Türke zehn Mal lieber als der faule Deutsche. Nur: Von den Syrern, die Dank Merkels Grenzöffnung von 2015 zu Zigtausenden ins Land gelassen wurden, leben zwei Drittel immer noch von Hartz IV, das jetzt sogar in ein noch kommoderes Bürgergeld umgewandelt wird. Dabei waren doch die Syrer angeblich bestens ausgebildete Flüchtlinge. Aber auch diese Lebenslüge wird bei uns nicht einmal thematisiert. Die Gründe dafür habe ich in meiner Analyse für das Austrian Institute benannt. Das alles hat schon selbstzerstörerische Züge, gepaart mit der Lust am Niedergang aus unverdientem Wohlstand (den die Eltern erarbeitet haben) und tief verwurzeltem Schuldgefühl, das von der deutschen NS-Geschichte herleitet.

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Ich wette darauf: Nach ein paar Tagen verlaufen auch die jetzigen Bekundungen nach „entschlossenem Vorgehen“ ebenso im Sande wie nach der Silvesternacht von Köln 2015. Trotz über 1000 Anzeigen und 290 Ermittlungsverfahren wurde so gut wie keiner der Algerier, Marokkaner und Iraker verurteilt, geschweige denn inhaftiert. Im Zweifel, weil die „Flüchtlinge“ 18 Jahre alt waren. Aber das Wahlalter wollen Grüne und SPD auf 16 Jahre senken. Wobei die SPD nicht einmal merkt, dass sie damit der grünen Konkurrenz neue Wähler zuführt. Die sogenannte Öko-Partei, die gerade die De-Industriealisierung Deutschlands betreibt, dürfen dann noch lauter Nebelkerzen zünden, wie der Forderung nach einem Böllerverbot zeigt. Wenn dann Steine, Flaschen und Eisenstangen gegen Polizisten und Rettungskräfte fliegen - werden dann Steine, Flaschen und Eisenstangen verboten? Am Ende sind ein paar betagte Reichsbürger die wahren Schuldigen. Oder andere Querdenker und Verschwörungstheoretiker (was für ein Wort!), bei denen unsere Justiz keine Gnade kennt und vage Verdachtsmomente bereits für Haftbefehle ausreichen. Da behaupte noch jemand, unsere Richter urteilten mit der Augenbinde, also rein faktenbasiert. Wir brauchen uns über autoritäre Regime jedenfalls nicht moralisch zu erheben.

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Verständliches Schweigen begleitet auch die Entwicklung in Israel. Eine rechts-nationalistische Koalition ist gerade dabei, die einzige Demokratie in der arabischen Welt auszuhebeln: Das Höchste Gericht soll entmachtet, nicht-orthodoxe Juden in ihren Rechten beschnitten und die sogenannte LGTQ-Kommunitee drangsaliert werden. Auch die christliche Minderheit gerät in Jerusalem zunehmend unter Druck. Nun steht es den Deutschen als letzten zu, Israel zu belehren. Aber benennen darf man schon, was aus deutscher Sicht als faschistoid gilt. Gemessen daran ist die AfD eine geradezu liberale Partei. Aber gegenüber selbst den eifrigsten Nationalisten in anderen Ländern machen sogar unsere Außenministerin und unser „Wirtschaftsminister“ einen ergebenen Knicks. Hier sind sie plötzlich ganz Realpolitiker. Nur zu Hause streifen sie dieses Gewand umgehend ab und verteufeln alles, was sie in Ländern wie Norwegen oder Katar für richtig halten: Gas- und Ölförderung durch Fracking oder die CO₂-Speicherung im Meer. Gäbe es einen Preis für politische Heuchelei - die Grünen wären jedes Jahr mit Abstand Spitzenreiter.


Nur: Es sind SPD und Union, die diese Partei groß gemacht haben. Mit Wolllust unterwerfen sie sich den grünen Narrativen. Eigentlich schade, dass wir nicht schon vor langer Zeit grüne Verteidigungsminister hatten. Dann hätten wir jetzt wenigstens weder Marder noch Geoparden, die in der Ukraine als Kanonenfutter der russischen Vernichtung überantwortet werden. Dass sich CDU und CSU erdreisten, die späte Lieferung schwerer Waffen zu bekritteln, ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Wer hat unser Militär denn heruntergewirtschaftet? Guttenberg (CSU), von der Leyen (CDU), Kramp-Karrenbauer (CDU. Eine Partei, die einer Destrukteurin Merkel so lange gehuldigt hat, sollte auf lange Jahre schweigen. Dass sich Friedrich Merz eine Kanzlerschaft zutraut, ist die konsequente Fortschreibung dieser Merkel‘schen Konzeptionslosigkeit. Für mich ist dieser sauertöpfische Sauerländer die größte politische Enttäuschung ´22 - gleich nach Söder. Ein Hasenfuß vor dem Herrn. Vor dieser Opposition brauchen sich weder Grüne noch Sozialdemokraten zu fürchten. Und das, obwohl sich die SPD und ihr Kanzler den steten Verlust ihres Ansehens redlich erarbeitet haben. Leider zeigt diese einst stolze Partei keine Einsicht, wider wirklich Partei der Arbeitnehmer zu sein, die Leistung belohnt und sich nicht nur als politisches Sozialamt versteht, das das Geld eben dieser Leistungsträger umverteilt.

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