• Wolfgang Bok

Chinas Verantwortung, grüne Impfung gegen Rechts - und importierte Spannungen

Aktualisiert: Juni 6


Die Wochenkolumne „Nüchtern betrachtet“ von Dr. Wolfgang Bok

Keine Frage: VW hat mit der Manipulation seiner Dieselmotoren Schuld auf sich geladen. Dafür hat der deutsche Autokonzern allein in den USA mit weit über 20 Milliarden Euro teuer gebüßt. In Deutschland summieren sich die Strafzahlungen auch auf mehrere Milliarden Euro. Doch Hand aufs Herz: Wirklich Schaden für Mensch und Natur wurde durch die minimalen Grenzwertverschiebungen nicht angerichtet. Dieselfahrzeuge werden aus ökonomischen, nicht aus ökologischen Gründen gekauft. Den Empörten geht es nicht um Umweltschutz, sondern vor allem um Geld. Es gab weder Verletzte noch Tote.

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Vergleichen wir dazu die Schäden, die weltweit durch die Corona-Pandemie angerichtet wurden: Zigtausend Tote und Billionen an Kosten. Es gibt nun ernstzunehmende Untersuchungen, die China für diese Katastrophe verantwortlich machen: Danach wurde das Virus wurde in einem Militärlabor nahe Wuhan zur tödlichen Seuche mutiert und durch „einen Unfall“ freigesetztent, wie das Debattenmagazin Cicero unter Bezug auf mehrere ernstzunehmende Quellen berichtet:

https://www.cicero.de/aussenpolitik/exklusiv-bericht-mi6-chef--corona-china-labor

Doch merkwürdig: Die Welt hält sich mit Vorwürfen auffallend zurück. Einzig US-Präsident Trump nennt die mögliche Ursache beim Namen und spricht vom Wuhan- oder China-Virus. Aber Trump ist in weiten Teilen der Welt verbrannt. Was er sagt, kann nicht richtig sein. Vor allem deutsche Medien zeichnen ein sehr einseitiges Bild von den USA. Selbst Gewalttäter werden zu Freiheitskämpfern stilisiert, derweil die wahren Freiheitskämpfer in Hongkong im Stich gelassen werden. Dass die Kommunistische Partei brutal gegen Kritiker vorgeht und seine asiatischen Nachbarn aggressiv unter Druck setzt, wird allenfalls nebenbei erwähnt. Ebenso, wie dreist China westliche Technologie ausspioniert und sich dann Staatsholdings in Schlüsselindustrien einkaufen. Deutschland zahlt übrigens noch Entwicklungshilfe an Peking, das vor Kraft und Selbstbewusstsein nicht mehr laufen kann.


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Hauptsache, wir können in China ein paar Autos und Maschinen verkaufen, die das Riesenreich dank unserer technologischen Hilfe ohnehin bald selbst bauen kann. Derzeit ist Daimler im Visier. Die vielen Milliarden, mit denen Deutschland und Europa die Corona-Schäden durch Konsumförderung beheben wollen, werden teilweise ebenfalls nach China fließen. Dort stehen die Werkbänke der Welt, die uns mit Billigwaren fluten. So zieht das Land, das sich zur Supermacht aufrüstet, sogar noch Nutzen aus dem Schaden, den es angerichtet hat. Forderungen nach Schadenersatz? Dazu ist Peking mittlerweile viel zu mächtig. Wir blicken lieber doppelt kritisch nach Amerika.

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Im Monatsrhythmus tauchen mittlerweile Untersuchungen auf, die von rechtsradikalen Tendenzen bei Polizei und Bundeswehr wissen wollen. Ich hätte da ein einfaches Gegenmittel: Es sollten einfach mehr Personen aus dem grün-roten Milieu in den Sicherheitsdienst gehen. Als Aufpasser und Gegenmittel. Sie könnten dann ihren Kollegen beibringen, wie man etwa arabische Clans achtsam zu rechtstreuen Bürgern macht und wie man das Land verteidigt, indem man Schwerter zu Pflugscharen schmiedet. Grüne Pazifisten, die in Afghanistan oder Mali mit islamistischen Rebellen so lange diskutieren, bis die sich ermattet der Deeskalation hingeben. Das wäre doch ein spannendes Experiment. Auf den Gedanken, dass auch bei Polizei und Militär das Sein das Bewusstsein prägt, kommen die Kritiker offenbar gar nicht. Dabei ist dies doch ein linkes Theorem.

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Ich kann jedenfalls gut verstehen, wenn sich Polizisten keine Amtshilfe mehr in rot-rot-grün regierten Bundesländern wie Berlin leisten wollen. Jetzt hat der Senat im Roten Rathaus eine Verordnung erlassen, welche die Polizisten unter Generalverdacht stellt: Sie müssen beweisen, dass Anschuldigungen nicht zutreffen. Während also Kriminelle auf freien Fuß kommen, wenn die Schuld nicht zu hundert Prozent bewiesen ist, soll dies bei den Berliner Polizisten genau umgekehrt sein. Das findet der grüne Justizsenator Dirk Behrendt auch ganz ok. Denn in dieser Denkungsart trägt ja schon eine braune Gesinnung in sich, wer sich freiwillig eine Uniform überstreift - solange es nicht die von Greenpeace ist.

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In den USA herrscht übelster Rassismus. Darin ist sich die (mediale) Welt weitgehend einig. Je weiter weg vom Geschehen, desto rigoroser das Urteil. Proteste gegen Diskriminierung und „Polizeigewalt“ gibt es mittlerweile auch in anderen Ländern bis nach Australien. Was mir dabei auffällt: Je höher der Migrantenanteil, desto größer die Unzufriedenheit. Früher oder später fühlt sich offenbar jeder diskriminiert, dessen Erwartungen an ein besseres Leben in seinem Zielland nicht erfüllt wurden. Daran ist dann natürlich die Mehrheitsgesellschaft (so sie es überhaupt noch ist) Schuld. Man kann also nicht nur Armut, sondern auch soziale Spannungen importieren. Wir sind auf einem unguten Weg dahin.




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